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01.05.2021 - WS

Hausgottesdienst 5. Sonntag der Osterzeit


Wenn möglich, wird eine Kerze angezündet.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied (Sie können die Lieder singen; Sie können aber auch den Text sprechen und vielleicht dabei die Melodie summen.): Jesus Christus, guter Hirte … (Gotteslob 366)

Herr Jesus Christus! Dein Tod und Deine Auferstehung sind der Beginn des neuen, ewigen Lebens für alle, die zu Dir gehören. Sei ihnen nahe in Deinem Wort und lass sie daraus Mut schöpfen für ein Leben in Deiner Nachfolge. Darum bitte ich mit allen, die an Dich glauben. Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte (9, 26-31)

Als Saulus nach Jerusalem kam, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen. Aber alle fürchteten sich vor ihm und konnten nicht glauben, dass er ein Jünger war. Barnabas jedoch nahm sich seiner an und brachte ihn zu den Aposteln. Er erzählte ihnen, wie Saulus auf dem Weg den Herrn gesehen habe und dass dieser mit ihm gesprochen habe und wie er in Damaskus mutig und offen im Namen Jesu aufgetreten sei. So ging er bei ihnen in Jerusalem ein und aus, trat unerschrocken im Namen des Herrn auf und führte auch Streitgespräche mit den Hellenisten. Diese aber planten, ihn zu töten. Als die Brüder das merkten, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und schickten ihn von dort nach Tarsus. Die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien hatte nun Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes. 

Lied: Herr, mach uns stark … (Gotteslob 552)

Lesung aus dem Ersten Johannesbrief (3, 18-24)

Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. Und daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind. Und wir werden vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß. Geliebte, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott Zuversicht; und alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt. Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben gemäß dem Gebot, das er uns gegeben hat. Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Lied: Die ganze Welt, Herr Jesu Christ … (Gotteslob 332)

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (15, 1-8)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.

Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen.

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Gedanken zum 5. Sonntag der Osterzeit:

Wie das Leben gelingen kann – das dürfte eine der zentralen Fragen jedes halbwegs nachdenklichen Menschen sein. Von Jesus gibt es im Evangelium nach Johannes sieben Hinweise, sieben Wegbeschreibungen zum Glück (Joh 6,35; Joh 8,12; Joh 10,9; Joh 10,11; Joh 11,25; Joh 14,6; Joh 15,1). Es sind die Ich-bin-Aussagen Jesu über sich selbst, in denen er deutlich macht, nicht irgendein Weisheitslehrer oder Coach in schwierigen Lebenslagen zu sein, sondern der Lebensbegleiter, der nachhaltiges Glück verspricht, mehr noch: Glück garantiert noch über den Tod hinaus.

Im Evangelium heute vom 5. Sonntag der Osterzeit gebraucht Jesus das Bild vom Weinstock, vom Winzer und den Reben. Auch Menschen ohne eigene Weinbauerfahrung können damit etwas anfangen. Es geht um den Lebensstrom, den lebendigen Kontakt, die Verbindung zum Wurzelgrund und damit zum Plan des Schöpfers. So wird Menschenleben fruchtbar im alltäglichen Handeln. Es wird beschenkt und ist selbst ein Geschenk für die andern ringsum.

 

Lied: Jesus Christus, guter Hirte … (Gotteslob 366)

Fürbitten

Jesus Christus! Du bist der Grund meines Glaubens, meiner Hoffnung und Liebe. Dein Leben ist für mich Vorbild, Dein Sterben und Deine Auferstehung Lebenszusage auf ewig. Dich bitte ich

  • für unsere Kirche und alle, die Dich bekennen.
  • für alle in Pflege, Medizin, Politik und Wirtschaft, die für gelingendes Leben von Mitmenschen Verantwortung tragen.
  • für die jungen Menschen, dass sie Dich suchen und finden.
  • für unsere Verstorbenen; ganz besonders die, an die niemand mehr denkt.

Ich bete in meinen ganz persönlichen Anliegen, Hoffnungen und Sorgen. (In Stille können Sie Namen und Anliegen vor Gott bringen.)

Vaterunser

Segen

Barmherziger Gott, durch die Auferstehung Deines Sohn hast Du uns zum Leben mit Dir befreit. Segne uns und schenke uns Deine Freude!

Dazu segne mich und alle, die Gott suchen, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Lied: Also sprach beim Abendmahle … (Gotteslob 281)

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