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15.04.2021 - WS

Hausgottesdienst 3. Sonntag der Osterzeit 2021


Wenn möglich, wird eine Kerze angezündet.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied (Sie können die Lieder singen; Sie können aber auch den Text sprechen und vielleicht dabei die Melodie summen.): Wir wollen alle … (Gotteslob 326)

Herr Jesus Christus! Deine Auferstehung ist das Licht in unserem Leben. Lass es mich nie aus den Augen verlieren und vergib, wenn ich Wege gegangen bin, die mich wegführten von Dir. Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte (3, 12a.13-15.17-19)

Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hatte, ihn freizulassen. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen. Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde. Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden.

Lied: Er ist erstanden von dem Tod … (Gotteslob 328, Strophen 5 bis 7)

Lesung aus dem Ersten Johannesbrief (2, 1-5a)

Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten. Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt. Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und in dem ist die Wahrheit nicht. Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Gottesliebe wahrhaft vollendet.

Lied: Halleluja! Auferstanden aus … (Gotteslob 755)

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas (24, 35-48)

Die beiden Jünger, die aus Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.

Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht. Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften. Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen   und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür.

Gedanken zum 3. Sonntag der Osterzeit:

Wie würde ich reagieren, wenn der Auferstandene mir begegnete? Würde ich nicht auch vermuten, mir etwas nur einzubilden oder einer Sinnestäuschung erlegen zu sein?

In der Lesung heute aus dem Ersten Johannesbrief ist vom Erkennen die Rede. „Erkennen“ meint hier wie so oft in den Texten der Bibel mehr als ein intellektuelles Wahrnehmen und Fürwahrhalten. Es meint ein Sehen und Nachempfinden mit Verstand und Gefühl. Eigentlich sogar noch mehr ein Sich-fest-halten an einem personalen Gegenüber, das bis zur Identifikation mit diesem Gegenüber geht. Dann ist der Erkannte fast oder vollständig mit mir eins geworden. Ich kann ihm, will und werde ihm nicht ausweichen, denn das wäre so eine Art Selbst-Verrat.

Den Auferstandenen erkennen bedeutete: der Auferstandene ist in mir. Ich wäre dann in etwa sein Repräsentant. Das müsste möglich sein! Ich selbst und die Welt um mich herum wären anders, besser, menschlicher, durchlässig für den Auferstandenen.

Lied: Sie sahn den Herrn von Angesicht … (Gotteslob 322, Strophen 8 – 12)

Fürbitten

Auferstandener Herr Jesus Christus! Der Glaube an Deine Auferstehung von den Toten lässt auch mich darauf hoffen, dass es mehr gibt als das, was ich sehen, anfassen und berechnen kann. Das, worauf es wirklich ankommt, ist immer ein Geschenk, letztlich ein Geschenk von Dir. Im Vertrauen auf diese Liebe komme mit meinen Bitten zur Dir.

  • Ich bitte für unsere Kirche und alle, die die Botschaft Deiner Liebe unter die Menschen tragen.
  • Ich bitte um Frieden und Gerechtigkeit in der Welt; um Fürsorge und Hilfsbereitschaft unter allen Menschen.
  • Ich bitte für die Opfer von Krieg, Katastrophen und Gewalt.
  • Ich bete für unsere Verstorbenen; ganz besonders die, an die niemand mehr denkt.

Ich bete in meinen ganz persönlichen Anliegen, Hoffnungen und Sorgen. (In Stille können Sie Namen und Anliegen vor Gott bringen.)

Vaterunser

Segen

Barmherziger Gott, in der Auferstehung Deines Sohn zeigt sich Deine unerschöpfliche Liebe. Stärke und bewahre uns in der Freude des Ostertags.

Dazu segne mich und alle, die Dich suchen.

Im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Halleluja lasst uns singen … (Gotteslob 754)

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