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24.03.2021 - WS

Hausgottesdienst am Palmsonntag


Wenn möglich, wird eine Kerze angezündet.

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Herr Jesus Christus! Bejubelt und verurteilt – wie nah liegt das beieinander! Eben noch Dein geradezu feierlicher Einzug in Jerusalem und wenige Tage später Verrat, Erniedrigung, Folter und Sterben am Kreuz. Für uns, für alle, auch für mich hast Du das auf Dich genommen. Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt!

Aus dem Evangelium nach Markus (11, 1-10)

Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, schickte er zwei seiner Jünger voraus. Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn; er lässt ihn bald wieder zurückbringen. Da machten sie sich auf den Weg und fanden außen an einer Tür an der Straße einen jungen Esel angebunden und sie banden ihn los. Einige, die dabeistanden, sagten zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, den Esel loszubinden? Sie gaben ihnen zur Antwort, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren. Sie brachten den jungen Esel zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und er setzte sich darauf. Und viele breiteten ihre Kleider auf der Straße aus; andere rissen auf den Feldern Zweige von den Büschen ab und streuten sie auf den Weg. Die Leute, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe!

Lied (Sie können die Lieder singen; Sie können aber auch den Text sprechen und vielleicht dabei die Melodie summen.): Singt dem König … (Gotteslob 748)

Gebet

Allmächtiger, ewiger Gott, Deinem Willen gehorsam, ist Jesus Christus, unser Erlöser, Mensch geworden, einer von uns. In allem uns gleich, außer der Sünde. Seine Liebe ist so groß, dass er Leiden und Tod auf sich genommen hat. Hilf uns, dass wir ihm auf dem Weg des Leidens nachfolgen und an seiner Auferstehung teilhaben. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unsern Herrn. Amen.

Das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Markus (15,1-39)

Gleich in der Frühe fassten die Hohepriester, die Ältesten und die Schriftgelehrten, also der ganze Hohe Rat, über Jesus einen Beschluss. Sie ließen ihn fesseln und abführen und lieferten ihn Pilatus aus. Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es. Die Hohepriester brachten viele Anklagen gegen ihn vor. Da wandte sich Pilatus wieder an ihn und fragte: Willst du denn nichts dazu sagen? Sieh doch, wie viele Anklagen sie gegen dich vorbringen. Jesus aber gab keine Antwort mehr, sodass Pilatus sich wunderte.

Jeweils zum Fest ließ Pilatus einen Gefangenen frei, den sie sich ausbitten durften. Damals saß gerade ein Mann namens Barabbas im Gefängnis, zusammen mit anderen Aufrührern, die bei einem Aufstand einen Mord begangen hatten. Die Volksmenge zog zu Pilatus hinauf und verlangte, ihnen die gleiche Gunst zu gewähren wie sonst. Pilatus fragte sie: Wollt ihr, dass ich euch den König der Juden freilasse? Er merkte nämlich, dass die Hohepriester Jesus nur aus Neid an ihn ausgeliefert hatten. Die Hohepriester aber wiegelten die Menge auf, lieber die Freilassung des Barabbas zu fordern. Pilatus wandte sich von Neuem an sie und fragte: Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt? Da schrien sie: Kreuzige ihn!

Pilatus entgegnete: Was hat er denn für ein Verbrechen begangen? Sie aber schrien noch lauter: Kreuzige ihn! Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufriedenzustellen, Barabbas frei. Jesus lieferte er, nachdem er ihn hatte geißeln lassen, zur Kreuzigung aus.

Die Soldaten führten ihn ab, in den Hof hinein, der Prätorium heißt, und riefen die ganze Kohorte zusammen. Dann legten sie ihm einen Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz; den setzten sie ihm auf und grüßten ihn: Sei gegrüßt, König der Juden! Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf und spuckten ihn an, beugten die Knie und huldigten ihm. Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an.

Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen. Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Kyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen. Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe. Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht.

Dann kreuzigten sie ihn.

Sie verteilten seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, wer was bekommen sollte. Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und eine Aufschrift gab seine Schuld an: Der König der Juden. Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links.

Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: Ach, du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen? Rette dich selbst und steig herab vom Kreuz! Ebenso verhöhnten ihn auch die Hohepriester und die Schriftgelehrten und sagten untereinander: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Der Christus, der König von Israel! Er soll jetzt vom Kreuz herabsteigen, damit wir sehen und glauben. Auch die beiden Männer, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden, beschimpften ihn.

Als die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis über das ganze Land herein – bis zur neunten Stunde. Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. Jesus aber schrie mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten. Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

Gedanken zum Palmsonntag:

Jesus stirbt am Kreuz. Die Dunkelheit hat gesiegt – wieder einmal, so könnten wir meinen. Oft genug erleben wir es genau so, weil wir nicht verstehen, warum wir oder Menschen um uns herum so viel Leid ertragen müssen.

Jesus trägt dieses Leid, das nicht nur sein eigenes ist. Er trägt auch meins.

,Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?‘ Jesus ruft es mit der letzten Kraft seines sterbenden Lebens. Auch das tut er für uns. Auch für uns schreit er seine Frage nach Gott heraus.

Wir wissen, dass Gott uns nicht verlässt – selbst wenn es mitunter so aussieht. Wir wissen es. Ich möchte es auch in der Tiefe meiner Seele glauben…

Lied: O Traurigkeit… (Gotteslob 295)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, lass die Heilige Woche, in die wir nun mit Dir eintreten, eine Zeit der Einkehr und der Gnade werden.

Öffne uns allen Augen und Herzen, damit wir Dich als unseren König und Erlöser erkennen.

Gib uns wachen Verstand und rechtes Maß, damit wir nicht Aufwieglern und Verführern folgen.

Bewahre uns vor Oberflächlichkeit und jeder Verkitschung des Osterfestes.

Ich bete in meinen ganz persönlichen Anliegen, Hoffnungen und Sorgen. (In Stille können Sie Namen und Anliegen vor Gott bringen.

Vaterunser

Segen

Barmherziger Gott, Dein Sohn zeigt uns Deine unergründliche und überbordende Liebe. Stärke und bewahre uns in Deinem Licht.

Dazu segne mich und alle, die Dich suchen! Im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Des Königs Banner … (Gotteslob 749)

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