Logo Pastoralverbund Elsen-Wewer
Navigation

⟨  Zurück zur Startseite

28.09.2020 - WS

„Sie haben mir gut getan. Danke!“


Lange war nicht klar, ob der Abschied von Pfarrer Wolfgang Brinkmann überhaupt öffentlich stattfinden könne. Umso größer war die Erleichterung, als Ordnungs- und Gesundheitsamt der Stadt Paderborn ihr Einverständnis für die Feierlichkeiten in der Elsener Pfarrkirche und im Dionysius-Haus gaben.

Nach einer kurzen persönlichen Begrüßung eröffnete Pfarrer Brinkmann den Gottesdienst, welchen er in Konzelebration mit Pfarrer Hans-Peter Iwan aus Schwerte feierte. Beide verbindet nicht nur die gemeinsame Zeit im Priesterseminar, sondern auch eine langjährige Freundschaft.
Gerne hätte Brinkmann auch noch weitere Mitbrüder aus seinem priesterlichen Lebensweg am Altar begrüßt, was jedoch Abstandsregeln und gesundheitliche Gründe zu verhindern wussten. Auch sind inzwischen leider einige Mitglieder seines Weihekurses verstorben oder haben andere Wege eingeschlagen.

Mehr als 40 Jahre als Priester tätig

In seiner Predigt blickte er dankbar auf mehr als 40 Jahre als Priester zurück und vergaß dabei auch nicht all jene zu erwähnen, die ihn dabei unterstützt haben: mit Rat und Tat, hauptamtlich oder ehrenamtlich.
Auch bleiben ihm die vielen Begegnungen und Gespräche in Erinnerung, die er seit seiner ersten Stelle als Vikar in Stukenbrock bis zu seiner letzten Stelle als Pfarrer in Elsen erleben durfte. Er schloss mit den Worten „Sie haben mir gut getan. Danke!“

Im Anschluss an den Gottesdienst richteten Vertreter des Kirchenvorstandes Elsen, der Pfarrgemeinderäte Elsen und Wewer, sowie der Schützenvereine und der Messdiener Elsen noch Grußworte an Pfarrer Brinkmann. Verbunden mit kleinen symbolischen Präsenten, denn auf persönliche Geschenke hatte er ausdrücklich verzichtet und stattdessen darum gebeten, den Verein “Children4Future” seiner Schwester Birgit zu unterstützen, welchen ebenfalls ein paar kurze Worte an die Anwesenden richtete. Der Abend klang im Dionysius-Haus gesellig aus. Zumindest so gesellig, wie es unter Abstands- und Hygieneregeln möglich war.

Grußwort des Weweraner Pfarrgemeinderats

Lieber Pfarrer Brinkmann,

„St. Johannes, hoch in Gnaden, gingst voran auf Christi Pfaden, mächtig an des Himmels Thron sei du unser Schutzpatron.“

Dieses Lied (Gotteslob Nr. 835) wird jährlich zum Hochfest des Weweraner Pfarrpatrons auf dem Prozessionsweg in der Gemeinde gebetet bzw. gesungen.

Dass Wewer wohl einen mächtigen Schutzpatron haben muss, zeigte sich in der Geschichte der Gemeinde. Erinnert sei u. a. an die schweren Kämpfe zum Ende des 2. Weltkrieges.

Nach dem Krieg wuchs die Einwohnerzahl Wewers. Diesem Umstand schlossen sich u. a. folgende Baumaßnahmen an:    

Der katholische Kindergarten öffnete in der Mitte der 60 er Jahre die Türen.
Ebenfalls in den 60 er Jahren wurde auch der Innenraum der Pfarrkirche neugestaltet. 

1978 erfolgte die Grundsteinlegung zum Pfarrzentrum, um den kirchlichen Gruppen, Vereinen und Initiativen, wie der Caritas, den KJG-Gruppen, den Messdienern, dem Kirchenchor, der Frauengemeinschaft, der KAB und dem Männerverein, den Firm- und Spurengruppen und den Musikern eine Heimat zu geben.

Die Erweiterung der Kirche zu ihrem heutigen Erscheinungsbild war 1985 abgeschlossen.

Da sich die alte Orgel als marode und unbespielbar erwies, kamen wir 2001 zu unserer Rieger-Orgel – einige Leute sprechen von einem „Ferrari“ –, an der internationale Organisten Konzerte gegeben haben und geben.

In Ihre Amtszeit, lieber Pfarrer Brinkmann fiel nun, nach einer intensiven Nutzung von über 30 Jahren, die notwendige Renovierung des Pfarrheims, die voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein wird.

Aber auch die Arbeit innerhalb der Pfarrei erforderte eine „Renovierung“. Eine Verschmelzung der beiden Pfarreien Elsen und Wewer erwies sich auf Grund der unterschiedlichen Größen, der räumlichen Entfernung und des aus der geschichtlichen Entwicklung heraus eigenständigen Charakters als praktisch unmöglich. So wurde nach einigen Rückschlägen eine Lösung gefunden, die den Bedarfen beider Pfarreien und den Möglichkeiten der hauptamtlichen Kräfte gerecht wurde, indem jeweils auf der lokalen Ebene die Verantwortung und Entscheidung übernommen wurde. Diese Lösung, nämlich bindende Beschlüsse vor Ort zu fassen, hat sich in den letzten Jahren bewährt und hat unserer Meinung nach Zukunft.

Für diesen Schritt, lieber Pfarrer Brinkmann, sagen wir „Danke“ und wünschen Ihnen für die Zukunft im Ruhe -/Unruhestand Gesundheit und Gottes Segen. Natürlich vertrauend auf die Fürsprache und den Beistand des heiligen Johannes des Täufers, unterstützt vom heiligen Dionysius.

Ihre Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist Wewer

Bernhard Rammert, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats

Pfarrer Brinkmann tritt mit Ablauf des 30. Septembers 2020 in den Ruhestand.

Sein Nachfolger wird ab 1. Oktober 2020 Domkapitular Dr. Thomas Witt. Die offizielle Einführung in sein Amt als Pfarrer und Leiter des dann neu entstehenden Pastoralverbundes Elsen-Wewer-Borchen wird voraussichtlich am 18. Oktober sein.

St. Johannes Baptist Wewer
Alter Hellweg 37
33106 Paderborn

0 52 51 / 39 06 42 8
kontakt@pv-elsen-wewer.de

© 2018 Pastoralverbund Elsen-Wewer