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11.09.2019 - WS

WewerWeg 2019


Der WewerWeg begann um 18 Uhr in der Pfarrkirche. Da ging es um das Ankommen im Leben, das Ankommen in der Familie, in der Geborgenheit einer verlässlichen Beziehung; es ging um das Wahrnehmen und das Wahrgenommenwerden, um den Segen für das Ankommen und den Auftrag für das Leben in der Feier der Taufe.

An der Stelle, wo früh der Wewersche Bahnhof war, standen das Aufbrechen und Ankommen im Mittelpunkt der Betrachtung. Was hat der Bahnhof für Wewer bedeutet, welche Möglichkeiten erschlossen sich durch die Bahn für die Menschen in Wewer? Was bedeutet Mobilität für das Gefühl von Heimat und Zuhausesein? Erinnerungen, auch die Gedanken, wie sich das für uns heute darstellt, nahmen die WewerWeg-Wanderer mit zur nächsten Station.

Die war am ehemaligen Bahnübergang am Ortsausgang zum Altenautal. Schienen und andere Bahnanlagen sind noch zu sehen. Früher mal ging es hier weiter; heute ist der Weg durchs Dickicht verschlossen. Wege, die ehedem noch zu benutzen waren, sind heute nicht mehr vorhanden. Auch das sind Erfahrungen, die das Leben für jede/n bietet.

Über den Fixberg ging es zu der Weggabelung am südlichen Ortsausgang. Auf den gelben Ortsschildern ist „Wewer“ durchgestrichen, sind die Namen anderer Orte genannt. Die Heimat, das Gewohnte verlassen, vielleicht sogar für immer; vielleicht aber auch nur für eine Reise, um dann hier wieder anzukommen – das eine wie das andere haben Menschen immer wieder erlebt. Abram zum Beispiel, den Gott wegziehen ließ, um im hohen Alter noch einmal ganz neu anzufangen, weil nur in einer neuen Heimat eine neue Zukunft zu finden war.

Die beiden Liboristelen auf der westlichen Straßenseite erinnern an die Übertragung der Liborireliquien, auf deren Weg im 9. Jahrhundert sie wohl doch auch in Wewer angekommen sind. Ein Heiliger kam ins Land. Der noch junge Christenglaube erhielt in diesem Landstrich neben Wort und Sakrament einen weiteren „Anhaltspunkt“. Zugleich entstand die Freundschaft zwischen Paderborn und LeMans, der älteste, heute noch bestehende übernationale Vertrag der Welt.

Auf dem Friedhof , seinem höchsten Punkt, bietet sich ein schöner Blick über Wewers Dächer hinweg bis zum Eggegebirge und zum Teutoburger Wald. Die Heimat hat man vor Augen. Friedhof ist auch ein Ort des Ankommens. Was ging im einzelnen Menschenleben diesem Ankommen voraus? Füllt die Krüge eures Lebens! Füllt sie, so gut ihr könnt, mit dem, was ihr habt: dem Wasser eurer Alltage!, so hat es Jesus einmal gesagt. Er wird das „Wasser“, das unsere Lebensläufe bedeuten, zu einem guten Wein zu verwandeln wissen. In diesem Gedanken stellten die WewerWeg-Wandernden auf diesem und jenem Grab je ein Grablicht auf. Zeichen der Hoffnung auf gutes Ankommen in Gottes Frieden.

Nach gut anderthalb Stunden wieder in der Pfarrkirche angekommen, versucht ein Gedanke von Augustinus den WewerWeg zusammenzufassen: „Unruhig, Herr, hast Du unser Herz erschaffen, bis es Ruhe findet in Dir.“ Auf der lebenslangen Suche nach dem Glück gibt es kein wirkliches Ankommen. Immer wieder geht die Suche von neuem weiter. Erst in dem vollkommen Glück, in Gott, gibt es ein Angekommensein.

Theo Breul

St. Johannes Baptist Wewer
Alter Hellweg 37
33106 Paderborn

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