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09.12.2018 - WS

Der neue Weihnachts-Gemeindebrief ist da


In diesen Tagen wird der diesjährige Weihnachtsgemeindebrief von den Mitarbeiterinnen der Caritas-Konferenz in Wewer verteilt. Eine Vielzahl von Gruppen hat wieder Begebenheiten aus dem vergangenen jahr beschrieben. Die Vielgestaltigkeit des Gemeindelebens wird so lebendig.

Unser Diakon, Theo Breul, hat einen Beistrag zur Wallfahrt eingereicht: „… sich Zeit nehmen, sich zurückziehen, raus aus dem Gewohnten …“

Wo es denn den Unterschied gibt zwischen Wallfahren und Pilgern lässt sich schwer oder vielleicht auch gar nicht sagen. Wallfahrten und Pilgerschaften sind jedenfalls ein uraltes und beileibe kein nur christliches Phänomen. Wallfahren kommt so ziemlich in allen Religionen vor. Und manch einer meint, Wallfahren sei eine Form von Buße oder die Reise zu einem Ort, wo die Gottheit oder ein Heiliger besonders nahe ist. Christliche Interpretation von Wall­fahrt bedeutet etwas anderes: sich Zeit nehmen, sich zurückziehen, raus aus dem Gewohnten, abschalten, zu sich selbst kommen, zum Wesentlichen, zu dem, was mein Leben bestimmen und leiten soll.
Egal ob so eine Wallfahrt anstrengend ist, sie ist eine gute Fahrt, eine wohltuende – kürzere oder längere – Reise. Und genau das bedeutet das Wort „Wallfahrt“: die gute, die wohltuende Fahrt. Wer also pilgert oder auf Wallfahrt geht, der tut etwas Gutes für sich. Etwas Gutes, das mehr ist als der Zeitraum jener Reise; das sich vielmehr auswirkt oder auswirken soll auf das weitere Leben.
In Wewer ist es seit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg Brauch, dass „man“ nach Verne pilgert/wallfahrtet. Ins Leben gerufen haben diese Wallfahrt Weweraner Männer aus Dankbarkeit für die mehr oder minder glückliche, auf jeden Fall aber Heimkehr aus dem Krieg. Der Weg nach Verne – diese gut zwölf Kilometer – ist eine Auszeit, meist am letzten Sonntag im Mai. Sie bringt Menschen zusammen, die vielleicht alle ganz unterschiedliche Anliegen haben. Aber sie alle haben ein gemeinsames Wallfahrtsziel: die Trösterin der Betrübten, das Brünneken und das Gnadenbild in Verne.
Da kann der Pilger im übertragenen Sinne etwas abladen, und er kann anderes, Wohltuendes mit nach Hause nehmen. Nicht weil Maria oder gar Gott in Verne mehr präsent wären als zu Hause, sondern weil der/die Wallfahrer/in durch das Gehen die andere, vielleicht intensivere Wahrnehmung von Weg und Umgebung, durch das hier und da eingestreute gemeinsame Beten, durch die heilige Messe am Brünneken und sicher auch durch das Erleben von Gemeinschaft offener, zugänglicher, empfänglicher, sensibler wird. Man müsste es selbst erleben, um es wirklich und richtig zu verstehen.

Im kommenden Jahr wird sie wieder gegangen , geradelt oder gefahren: die Wallfahrt nach Verne am 26. Mai. Herzliche Einladung an alle. die mal raus aus dem gewohnten wollen.

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